Steam „inhome“ Streaming

Manchmal finde ich da neben der Arbeit doch noch Zeit zum Basteln.
Dabei war letztes Jahr um Steam Sale das Steam Link für ca. 3€ + Versand im Angebot – sonst kostet es über 50€.
Aber innerhalb des Hauses Streamen? Naja wer’s mag. Ist bestimmt interessant, wenn man es im Wohnzimmer hat oder nur einen Bildschirm braucht.
Aber für mich, mit mehr als nur einer Nuklearen Rechneranlage und zwar nicht nur im Keller, macht das wenig Sinn.
Wer keine Kabel siehen kann oder Bohren darf, kommt damit bestimmt klar, also mit Powerline & co.

Da Standard ja langweilig ist hier die eigendliche Headline:
Wie kommt der Hitman von Kassel nach Frankfurt?

A-Ende:
DTAG VDSL 100/40 MBit/s | eigenbau Router | VPN Gateway
Intel E3-1231v3 | 32G ECC | GTX 1060 6G | 10G uplink (dafür unerheblich aber egal)

B-Ende:
UM Office Internet 150/10 MBit/s (ich brauch halt v4) | eigenbau Router | VPN Gateway
Steam Link

Und hier das Ergebnis:

AVM Repeater 300E mit externen Antennen

Ich hatte am Wochenende mal wieder lust an etwas herumzuschrauben, dabei ist mir mein AVM 300E aufgefallen, dass der nur ein bzw. zwei Balken Signalstärke anzeigt. Also aufgeschraubt und nachgesehen, was da noch so geht uns siehe da, zwei IPX Pigtail Anschlüsse. Da ich von meinem TL-WR1043ND, bei dem ich dem ich drei TL-ANT2408CL angeschraubt habe, noch die drei Serienantennen übrig hatte habe ich mal nach „IPX Pigtail Adapter auf RP-SMA“ gesucht. Im Prinzip muss man mit einer Zange nur zwei Schlitze in das Gehäuse klipsen und schon kann man die RP-SMA Anschlüsse befestigen. Dannach nur noch die Antennen dranschrauben und schon geht es besser, alternativ auch gern eine TL-ANT2424B als Uplink.
Mit den „neuen“ Antennen komme ich nun auf mindestens drei Balken.

nach 10GBE geht doch noch was… ODER???

Dieses mal gibt es etwas aus dem Bereich (Achtung Buzzword Bingo Bullshit!!!) „high“ Performance Networking.
Ich hatte im Rahmen einer Teststellung die Gelegenheit zwei Mellanox ConnectX-4LX 40GbE (CX4131A bzw. MCX4131A-BCAT) mit einem 3m QSFP+ (MC2210128-003) testen zu können.
Sofort Karten auspacken, in meine Testmaschine werfen und nix geht. ESXi 5.5 zeigt mir zwar die Karte an, aber nicht als Netzwerkkarte. Zweites Image mit ESXi 6.0 gestarten und… das gleiche Bild.
Ok dann halt im Passthrough Modus. Dabei zeigen sich folgende Verhaltensweisen:
Windows Server 2008 R2
Ähm… nöööö, da ging garnichts, zumindestens nicht automatisch. Nachdem ich den Treiber gefunden hatte, ging es gut. Doch wozu brauch ich 40G unter Windows in einer VM? ATTO Benchmarks auf SAN abfeuern, welches bereits wegen des Dell H310/M1015 bereits bei 600MBit/s aufgibt. Nee danke.
VMWare ESXi
Da ich kein VCenter habe und keine Lust darauf habe ein custom Image nur für diesen Test zu bauen, kann ich außer der Einleitung nichts dazu sagen.
*Ubuntu 16.04.2/Debian 8
gestartet, erkannt und funktionierte
Daher habe ich auch die weiteren Tests mit 16.04.2 gemacht.
Treiber
Lagen nicht bei, hab ich nach etwas suchen dann doch direkt beim Hersteller gefunden:
Link zum Mellanox Treiber
Benchmarks
Die waren mit einigen Hindernissen verbunden. Zuerst hatte ich als B-Ende einen Core2Quad Q8200 genutzt.
Der kam mit etwas Optimierung nur auf 17,9 GBit/s, zudem waren alle vier Kerne auf anschlag 100%.

Als nächstes habe ich dann den i3-2100 zum Testen herangezogen, welcher auch direkt ein besseres Bild zeigte (19,4GBit/s):

Diesmal war es aber iperf3, welches sich als Flaschenhals zeigte. iperf brachte da ein doch besseres Ergebnis (25,5-26,0GBit/s):

Ich merke jedoch, dass solche Hardware eindeutig für PCI Express 3.0 ausgelegt ist und ich einfach an die Limits von PCIe 2.0/2.1 stoße. Bei 10GBE ist das nämlich kein Problem.
Fazit
Mit einem „Marktpreis“ von ca. 500€ – nur Karte – ohne Kabel oder QSFP+ Modul – könnte 40GBE jetzt auch bei einem breiteren Publikum ankommen. Mir zeigte es vor allem, dass nach Dualport 10GBE nur 40GBE bzw. dual 40GBE kommen kann, PCIe 3.0 oder besser vorrausgesetzt.
Im Zusammenhang mit einem Mellanox 40GBE 12 Port Switch (MSX1012B-2BFS) geht da bereits einiges, vor allem wenn man nur noch zwei Ports braucht, um einen Nutanix/Supermicro Server mit vier Nodes á zweimal 10GBE SFP+ mit einem Kabel anzuschließen. Zudem können zwei dieser Switches auf einer Höheneinheit montiert werden.
Bei sowas kann ich mir gut vorstellen diese beiden untereinander zu verbinden und mit dem Management Switch anzubinden, dass ganze dann per 40GBE Redundant auf LWL (SMF) in Richtung Core Switch zu schicken. (Außer man macht es so wie ich aktuell und geht mit zwei QSFP+ auf SFP+ auf RJ-45 um den Management Switch anzubinden 😛 )
Schöne neue Welt 😀

Review: Asus P9D WS / Das Testsystem für ca.1000€

Anforderung
Es sollte eine Intelplattform Quadcore mit 32GB RAM ECC, PCIe Splitter, Workstation/Server Hardware, Hardwarebeschleunigung für VT-x & VT-d

Zielsetzung
Virtualisierungsplattform mit guter * PCIe Anbindung und Hardwarepassthrough
* PCIe x16 von der CPU soll gesplittet werden und nicht nur vom Chipsatz kommen

Teileliste
Asus P9D WS – ca. 220€
– Workstation Mainboard
– ECC Support
– Intel C226 Chipsatz
– Splittet den PCIe 3.0 x16 von der CPU nach Bedarf auf x16 oder x8/x8 oder x8/x4/x4
– Chipsatz liefert 6xSATA3/PCIe 2.0 x4/PCIe 2.0 x1/2x PCI/2x Intel I210 LAN onBoard
Kingston KVR16E11K4/32 32GB DDR3 ECC 1600MHz CL11 – ca. 235€
– 32GB ECC RAM der auf der HCL von Kingston steht
Intel Xeon E3-1231v3 4×3,4GHz – ca. 280€
– lieber nicht, besser E3-1245v3, weil dieser eine onBoard GPU hat
IBM M1015 – 120€
– IT-Mode für ZFS
Nvidia FX 5800 PCI – 20€
– weil CPU ohne onBoard GPU
bequiet! Pore Power L7-530W – ca. 60€
Fractal Design ARC MIDI R2 – 80€

Anwendungsfall
Bei mir läuft ESXi 5.5 drauf, dabei wird der IBM M1015 direkt an die FreeNAS VM durchgereicht und bekommt so die Festplatten mit 12GB RAM. Speedlimit liegt bei ca. 600MB/s, eben der Flaschenhals des Controllers mit SAS2/SATA3. Diese stellt einen FTP Server und ein iSCSI Target bereit. Dieses wird auf der ESXi als entsprechendes Blockdevice eingebunden.
Darauf kommt eine Windows VM die Grafikkarte (ATI HD 5770) durchgereicht und der Store liegt auf dem iSCSI Target.
Dazu kommt noch eine der Intel X520 10GBE für den guten Datendurchsatz, die auch iSCSI an einen weiteren Host weiterreichen kann.
Außerdem eine ATI HD 5770, die bald mal gegen was neueres gewechselt werden muss, zudem verdeckt zwar einen PCI Slot, aber egal.

Was kommen könnte
Neuere Grafikkarte, da die ATI HD 5770 etwas in die Jahre gekommen ist. Wichtig ist nur, dass die nur genau zwei Slots belegen darf, da sonst kein Platz mehr für die 10GBE Karte ist.
NVMe Flash Cache/Storage über den Chipsatz. Dazu noch ein neuer Storagecontroler, z.B. Broadcom 9300-8i um mehr Bandbreite zu dem Festplatten zu haben. Für einen 9300-16i müsste ein neues Case her oder ein 4i um mit vier SATA SSDs zu arbeiten.
Mehr USB/LAN kann übrigens auch nicht schaden.

Benchmark Ergebnisse

Typ Model CPU cb CPU cb Single MP Ratio Grafikkarte OpenGL FPS
Intel NUC5i5RYH Intel i5-5250U 2x@1,6GHz 259 108 2,39 Intel HD 6000 36,74
Intel i3-2100 2x@3,1GHz 267 105 2,55 ATI HD 6670 37,76
Lenovo W520 Intel i7-2720QM 4x@2,2GHz 427 102 4,21 Nvidia Quadro 1000M 28,91
Lenovo T440p Intel i7-4710MQ 4x@2,5GHz 522 137 3,79 Nvidia GeForce GT 730M 52,34
dieses System Intel E3-1231 v3 4x@3,4GHz 727 151 4,83 ATI HD 5770 77,81
HP Workstation Intel i7-4770 4x@3,4GHz 729 148 4,94 Nvidia Quadro K600 33,02

Fazit
Als VM Host für zuhause ist dieses System sehr gut geeignet, jedoch merke ich, dass mir die Anzahl der von der CPU kommenden PCIe Lanes nicht ausreichen wird. Daher denke ich aktuell über eine CPU mit 40 Lanes auf Basis des Sockel 2011-3 nach. Dabei sind zwar die Mainboards größer, jedoch wird mein Bedarf gewiss weiter steigen.

endlich 10GBE? ja!

Da bin ich mal wieder auf ebay unterwegs und suche nach“X520-DA1/DA2“, …ups
300€ & 2 Tage später liegt ein Set aus zwei Intel X520-DA1 mit 3m SFP+ Kabel und zwei Intel 10GBE SFPs Multimode (FTLX8571D3BCV-IT) im Briefkasten. Wenn ich die Dinger schon mal habe, kann ich auch damit spielen gehen.
Also eingebaut, Linux gestartet, iperf rausgeholt und losgetestet.
Ergebnis 9,42GBit/s…ok, damit kann ich arbeiten 😀

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